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Papa kommt wieder

Vorlese-Fassung · 3–8 Jahre
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Frida Fenchel und ihr Papa waren ein tolles Team. Freddy Fenchel kannte jedes Kraut im Gemüseland, und jeden Morgen zogen die beiden zusammen los. Frida hatte ihren Papa sehr, sehr lieb.

Eines Abends setzte sich Papa zu ihr. „Frida", sagte er sanft. „Weit weg, hinter den blauen Bergen, wohnen alte Freunde von mir. Ihre Kräuter wollen nicht mehr wachsen. Darum muss ich für drei Wochen verreisen."

Frida wurde ganz still. Drei Wochen. In ihrem Bauch wurde es ganz schwer. „So lange ohne dich?", flüsterte sie.

Papa nahm sie fest in den Arm. „Ich weiß, mein Schatz. Ich vermisse dich auch. Aber ich melde mich ganz oft. Und ich komme wieder. Ganz bestimmt."

Am nächsten Morgen packte Papa seinen großen Rucksack. Emil Erbse und Bella Brokkoli kamen, um Tschüss zu sagen, auch Oma Christel, Opa Otto und Fridas Schwester Hanna. Frida winkte, so lange sie konnte, bis Papa hinter dem Hügel verschwand.

Dann war es ganz still. „Drei Wochen sind bestimmt eine Ewigkeit", seufzte Frida.

Doch da hatte Bella eine Idee. „Weißt du was? Wir lassen die Zeit ganz schnell vergehen. Und wir bereiten Papa eine Riesenüberraschung vor!"

Emil klatschte in die Hände. „Ein Willkommens-Garten! Voller Blumen — extra für ihn. Wenn er zurückkommt, staunt er bestimmt."

Frida lächelte zum ersten Mal an diesem Tag. „Das machen wir!"

Zuerst malte Emil einen großen Kalender mit einundzwanzig Feldern. „Für jeden Tag eins", sagte er. „So sehen wir genau, wann Papa wiederkommt." Jeden Abend durfte Frida ein Feld bunt anmalen.

Am nächsten Tag ging es los. Opa Otto verriet ihnen ein Geheimnis: „Am weiten Wiesenrand, gleich hinter dem Bach, wachsen die Wanderblumen. Sie leuchten in allen Farben. Die wären genau richtig für euren Garten."

Also machten sich Frida, Emil und Bella auf den Weg. Es war ihr erstes kleines Abenteuer zu dritt. Sie kletterten über Steine und sangen dabei. Doch am Bach blieben sie stehen: Das Wasser war breit, und es gab keine Brücke.

„Wie kommen wir da nur rüber?", fragte Emil.

Frida schaute sich um. Da entdeckte sie ein langes, festes Brett. „Das legen wir über den Bach!", rief sie. Gemeinsam schoben sie das Brett hinüber. Bella hielt es ganz fest. „Am Wasser sind wir immer vorsichtig — und niemals allein", sagte sie und reichte Frida die Hand. Ganz langsam gingen sie zusammen hinüber, Frida traute sich mutig als Erste. Und tatsächlich: Auf der anderen Seite leuchteten die Wanderblumen in Rot, Gelb und Blau. Sie sammelten eine ganze Tasche voll.

Schon am zweiten Tag kam ein kleiner Vogel angeflattert. In seinem Schnabel trug er ein zusammengerolltes Blatt — ein Brief von Papa!

„Liebe Frida", las Bella vor. „Die Reise ist schön. Ich denke ganz oft an dich. Hab dich lieb, dein Papa." Dazwischen lag eine kleine, gepresste Blume. Frida steckte sie an ihren Kalender.

So vergingen die Tage wie im Flug. Sie pflanzten die Wanderblumen, gossen sie mit Opa Otto und bauten ein buntes Schild: „Willkommen zu Hause, Papa!" Frida turnte mit Hanna, löste Rätsel mit Emil und Bella — und immer wieder kam der kleine Vogel mit einem Blätter-Brief. Feld um Feld wurde bunt.

Doch dann, an einem grauen Tag, kam kein Vogel.

Frida wartete am Fenster. Sie wartete und wartete. „Warum meldet sich Papa nicht?", fragte sie leise. Eine dicke Träne kullerte über ihre Wange.

Bella setzte sich neben sie und hielt ihre Hand. „Manchmal braucht ein Brief einfach etwas länger", sagte sie ruhig. „Der Vogel findet den Weg bestimmt gleich. Und Papa denkt ganz sicher an dich."

„Bestimmt geht es ihm gut", sagte Emil und legte den Arm um sie. „Und wir bleiben so lange bei dir."

In dieser Nacht kuschelte sich Frida ganz fest in ihre Decke. Es war schwer. Aber sie war nicht allein.

Am nächsten Morgen — flatter, flatter! — da war der kleine Vogel wieder, mit einem besonders dicken Blatt.

„Liebe Frida", las Bella. „Entschuldige, gestern kam kein Brief. Ich musste über einen hohen Berg, da hat mich der Vogel nicht gleich gefunden. Mir geht es gut, und ich habe extra oft an dich gedacht. Bald bin ich wieder da!"

Frida lachte und weinte ein kleines bisschen zugleich. Papa ging es gut. Alles war in Ordnung.

Nun ging es schnell. Der Garten blühte in allen Farben, und auf dem Kalender war nur noch ein einziges Feld leer.

Am letzten Morgen konnte Frida kaum still sitzen. Immer wieder lief sie zum Hügel. Und dann — da hinten! Da war jemand, den sie gut kannte, mit wehenden grünen Blättern und einem großen Rucksack.

„PAPA!", rief Frida und rannte los, so schnell sie konnte. Freddy Fenchel ließ den Rucksack fallen und fing sie auf. Er wirbelte sie durch die Luft. Gesund und munter war er wieder da.

„Komm, wir haben etwas für dich!", rief Frida und zog ihn am Arm. Als Papa den bunten Garten und das Willkommens-Schild sah, blieb ihm fast die Luft weg. „Das habt ihr für mich gemacht?", staunte er. „So etwas Schönes habe ich noch nie gesehen!"

Am Abend saßen alle zusammen zwischen den Wanderblumen. Papa erzählte von seiner Reise, und Frida lehnte sich an ihn.

„Weißt du", flüsterte sie, „am Anfang hatte ich ein bisschen Angst. Aber die Zeit ging ganz schnell — mit Emil und Bella. Und du hast dich ja immer gemeldet."

Papa lächelte. „Und ich bin wiedergekommen. Ganz egal, wie weit ich reise, Frida — ich komme immer wieder zu dir zurück."

Ende

🤖 Diese Geschichte wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz geschrieben und von einem Menschen geprüft. Mehr dazu